Mode für die Ewigkeit

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Auf einem Bio-Bau­ern­hof in Grosswan­gen LU, in der Nähe eines Natur­schutz­ge­bie­tes, befin­det sich das Ate­lier von Jung­de­si­gne­rin Lea Vogel. Hier stellt die Luzer­ne­rin Klei­dungs­stücke aus hoch­wer­ti­gen Stof­fen von Hand her.

Text und Fotos: Ila­ria Lon­go

Man kann die Krea­tio­nen von Lea Vogel auch ein­fach per Maus­klick auf ihrer Web­site bestel­len. Doch viel mehr Spass macht es, wenn man das Ate­lier der Jung­de­si­gne­rin in Grosswan­gen höchst­per­sön­lich besucht: In einem ehe­ma­li­gen Pfer­de­stall auf einem Bio-Bau­ern­hof befin­det sich heu­te die Wir­kungs­stät­te der Luzer­ne­rin. Trotz ihrer Schlicht­heit fal­len die zeit­lo­sen Krea­tio­nen für ihr Label V – Lea Vogel in dem hell gestal­te­ten Raum auf. Ein lan­ger Tisch lädt zum Kun­den­ge­spräch ein, gleich dahin­ter befin­det sich der Arbeits­be­reich.

Vie­le Schnitt­mu­ster, Look­book-Bil­der und eine Arbeits­flä­che deu­ten dar­auf hin, dass hier Mode ent­steht. Dabei han­delt es sich aber nicht etwa um Mas­sen­wa­re. Lea Vogel, die in Basel und Ber­lin Mode­de­sign stu­diert hat, führt seit ihrer Label­grün­dung 2017 eine Kol­lek­ti­on von Basics, die sie ste­tig ergänzt. Pro­du­ziert wird nur auf Bestel­lung: Kun­dIn­nen wäh­len ihr Lieb­lings­stück aus der bestehen­den Kol­lek­ti­on und die­ses wird danach der Klei­der­grös­se sowie den Kun­den­wün­schen ent­spre­chend ange­fer­tigt. So wer­den kei­ne Klei­dungs­stücke pro­du­ziert, die dann nicht getra­gen wer­den.

Vom Design bis hin zur fer­ti­gen Krea­ti­on stellt Lea Vogel alles allei­ne in Hand­ar­beit her. Das The­ma Nach­hal­tig­keit spielt für die Desi­gne­rin auch beim Ent­wer­fen eine wich­ti­ge Rol­le. “Es ist mir ein Anlie­gen, dass die Stücke zeit­los sind, damit sie lan­ge getra­gen wer­den. Oft beein­flus­sen mich aber auch mei­ne eige­nen Bedürf­nis­se nach einem bestimm­ten Teil”, sagt die Luzer­ne­rin, die mit ihrer Fami­lie auf dem Bio-Bau­ern­hof in Grosswan­gen lebt. So kommt es auch nicht von unge­fähr, dass sie mitt­ler­wei­le bei­spiels­wei­se auch Jacken führt, die uni­sex sind und vor allem bei einer männ­li­chen Kund­schaft Anklang fin­den. “Ich tra­ge sel­ber sehr ger­ne Her­ren­jacken, die ich in Brockis fin­de”, erzählt sie.

Neben ihrer Schlicht­heit bestechen Lea Vogels Krea­tio­nen vor allem auch durch ihre Mate­ria­li­en. Zum einen ver­wen­det sie Bio-Stof­fe aus Spa­ni­en und Deutsch­land, die jeweils auch dort her­ge­stellt wer­den, und zum ande­ren setzt sie auf die Tex­ti­li­en der Lan­gen­tha­ler Fir­ma Créa­ti­on Bau­mann, die auf Stof­fe für Möbel oder Vor­hän­ge spe­zia­li­siert ist. “Mir gefal­len feste­re Stof­fe mit raue­ren Ober­flä­chen, denn die Hap­tik ist sehr span­nend”, sagt Lea Vogel. Noch steht die Desi­gne­rin mit ihrem Label am Anfang. Dies dürf­te sich aber spä­te­stens nach der ersten Lauf­me­ter-Aus­ga­be in Luzern am 23. Mai 2020 ändern. Dort darf Lea Vogel ihre Mode als New­co­mer-Label erst­mals einer brei­ten Öffent­lich­keit prä­sen­tie­ren. “Das Mode­busi­ness ver­langt viel Hin­ga­be. Dass ich am Lauf­me­ter teil­neh­men darf, ist eine wei­te­re Wert­schät­zung, die mich in mei­ner Arbeit bestä­tigt und mich moti­viert, dran­zu­blei­ben.”