Mit Innovationen in die Zukunft

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Seit fünf Jah­ren lei­tet Son­ja Amport die Schwei­ze­ri­sche Tex­til­fach­schu­le STF in Zürich. Mit viel Elan und har­ter Arbeit führt sie die Aus­bil­dungs­stät­te in die Zukunft.

Text und Fotos: Ila­ria Lon­go

Son­ja Amport nimmt sich für unse­ren Besuch in der Schwei­ze­ri­schen Tex­til­fach­schu­le (STF) in Zürich viel Zeit – und dies obwohl ihre Agen­da rap­pel­voll ist. 2020 wird für die STF mehr denn je ein Jahr des Umbruchs. Das Aus­bil­dungs­an­ge­bot bestehend aus Stu­di­en­gän­gen, Wei­ter­bil­dun­gen, Seminaren/Workshops und Grund-/Vor­bil­dun­gen wird kom­plett in Modu­len orga­ni­siert, die belie­big kom­bi­niert wer­den kön­nen. Ab Febru­ar lan­ciert die STF zudem einen Incu­ba­tor- und Maker-Space: Neu kön­nen inter­es­sier­te Krea­ti­ve einen Arbeits­platz in der STF mie­ten und so die moder­ne Infra­struk­tur mit­nut­zen. Dies ermög­licht bei­spiels­wei­se Jung­de­si­gne­rIn­nen, ihre Pro­to­ty­pen sel­ber anzu­fer­ti­gen und der Schu­le ihre Räum­lich­kei­ten voll aus­zu­la­sten – eine Win-Win-Situa­ti­on.

Unse­re Besich­ti­gung der STF begin­nen wir im Näh­saal – dem Lieb­lings­ort von Son­ja Amport in der Schu­le. “Ich mag den Geruch und die Atmo­sphä­re hier. Was ich auch schät­ze, ist dass ich hier mit den jun­gen Men­schen ins Gespräch kom­men kann”, sagt Son­ja Amport, die immer wie­der ger­ne Krea­tio­nen von ihren Abgän­ge­rIn­nen trägt. Die mei­ste Zeit ver­bringt die Direk­to­rin aber in ihrem Büro. Im 4. und ober­sten Stock­werk der Schu­le an der Hall­wyl­stras­se 71 befin­den sich die Arbeits­plät­ze der ins­ge­samt 32 fest­an­ge­stell­ten Mit­ar­bei­ter von Son­ja Amport. Je nach Seme­ster sind an der STF bis zu 70 Lehr­be­auf­trag­te tätig. Hat­te die 1881 gegrün­de­te Schwei­ze­ri­sche Tex­til­fach­schu­le STF einst ein etwas ver­staub­tes Image, so haben es Son­ja Amport und ihr jun­ges Team geschafft, das Pro­fil der Schu­le zu schär­fen. Der heu­ti­ge Auf­tritt ist modern und frisch. Zum einen hat dies mit der Anpas­sung des Ange­bots zu tun – Inter­es­sier­te kön­nen hier heu­te bei­spiels­wei­se in einem Abend­kurs ler­nen, Soci­al Media in der Mode­bran­che gekonnt ein­zu­set­zen – zum ande­ren trägt auch die inter­na­tio­na­le Aus­rich­tung dazu bei. Künf­tig wird noch mehr in Eng­lisch unter­rich­tet, um welt­weit poten­ti­el­le Stu­die­ren­de für eine Aus­bil­dung an der STF zu gewin­nen. Zudem soll noch mehr auf die Online-Wis­sens­ver­mitt­lung gesetzt wer­den.

Mit der Ein­füh­rung des ange­pass­ten Ange­bots hat sich die STF ein kla­res Ziel gesetzt: “Wir möch­ten das Fun­da­ment einer inno­va­ti­ven Beklei­dungs- und Tex­til­bran­che wer­den, die an die Welt­spit­ze gehört”, erklärt Son­ja Amport. Zwar erscheint einem die­se Visi­on auf den ersten Blick sehr ambi­tio­niert, doch besich­tigt man die Räum­lich­kei­ten der STF, die mit den aller­neu­sten Gerä­ten aus­ge­stat­tet sind, so rea­li­siert man schnell: Wer hier aus­ge­bil­det wird, steigt mit den besten Vor­aus­set­zun­gen in die hart­um­kämpf­te Mode- und Tex­til­bran­che ein. “Wir set­zen in allen Stu­di­en­rich­tun­gen stark auf die Ver­mitt­lung von betriebs­wirt­schaft­li­chen The­men, denn der krea­ti­ve Pro­zess ist zwar wich­tig, aber ein Label muss schluss­end­lich auf dem Markt bestehen kön­nen”, sagt Son­ja Amport.

Mit der Ein­füh­rung einer Modul­struk­tur des Bil­dungs­an­ge­bots geht auch die Neu­ge­stal­tung des Ein­gangs­be­reichs der STF ein­her: Neu dient die­ser als Pop-Up-Flä­che und Event-Space. 2020 will die Schu­le aber auch näher zu den Men­schen und ver­mehrt aus­ser­halb der STF-Räum­lich­kei­ten Anläs­se ver­an­stal­ten. “So viel darf ich ver­ra­ten: Ein High­light wird bei­spiels­wei­se die Mode­schau am 9. März am Haupt­bahn­hof Zürich, die wir in freund­schaft­li­cher Part­ner­schaft mit der Mode Suis­se ver­an­stal­ten”, sagt Son­ja Amport strah­lend.

Mehr Infos zur Schwei­ze­ri­schen Tex­til­fach­schu­le (STF): www.stf.ch