Le Foulard

Die in Berlin lebende Designerin Sarah Maret ist der kreative Kopf hinter dem Label Le Foulard. Für ihre hochwertigen Tücher, die in Handarbeit in der Schweiz hergestellt werden, hat die gebürtige Baslerin das traditionelle «Glarner Tüechli» neu interpretiert. 

Dass der Entwurf eines Kleidungsstücks oder Accessoires auf ein eigenes Bedürfnis der Designerin oder des Designers zurückgeht, ist nicht ungewöhnlich. So ist 2018 auch das Label Le Foulard entstanden. Sarah Maret war bei ihrer Schwiegermutter, die aus dem Glarnerland stammt, zu Besuch, als sie auf das altbekannte «Glarner Tüechli» stiess. Grösser und aus Seide müsste es sein, dachte sie sich. Die Idee des eigenen Seidentuch-Labels war geboren.  

Mittlerweile umfasst das Sortiment von Le Foulard zwei Kollektionen. «Le Glaronais» interpretiert das traditionelle Muster des «Glarner Tüechli», das im 19. Jahrhundert zu einem Exportschlager wurde, auf moderne Art und Weise. Das klassische Ornament erkennt man im modernen Design sofort wieder. Für die Kollektion «Le Bauhaus» liess sich Sarah Maret von der Schweizer Weberin und Textildesignerin Gunta Stölzl inspirieren. Die erste Meisterin am Bauhaus war bekannt für ihre neuartigen Textilien. 

Le Foulard arbeitet mit den Stoffen der Società Serica Trudel aus Italien, die auf GOTS zertifizierte Seide setzt. In Mitlödi GL, in der letzten Seidendruckerei der Schweiz, werden die Foulards im Siebdruckverfahren von Hand mit Oeko-Tex zertifizierter Farbe bedruckt – eine Herstellungsart, die viele Arbeitsschritte erfordert. In Appenzell Innerrhoden werden die Säume der Seidentücher anschliessend handrolliert. Dieses aufwendige Handwerk beherrschen heute nur noch wenige. Zum Schluss werden die Accessoires in eine Schachtel, die in Bern von Hand geprägt wird, verpackt. 


Website: https://www.lefoulard.shop